da wussten die noch nichts von Cholesterin und Triglyzeriden. Und außerdem konnten es sich ohnehin nur wenige leisten.
Altwiener Speisekarte 1805
Ein’ Suppen mit Fleckerl steht hier angeschrieben,
Ein Rindfleisch mit Semmelkren und roten Rüben,
Ein Kraut mit Pofesen, ein Eing’machts mit Krebsen,
Gebrat’ne Tauben, ein Ragout von Schöpsen,
Kapäuneln und Hendeln, gebratene Vögel,
Ein Antel, ein Gansei, ein kälbernes Schlägl,
Ein guts Karbonadel,
Ein gefülltes Rostbratel,
Ein g’stopft’s Indianerl,
Ein schönes Fasanerl,
Gebrat’ne Karpfen, gesott’ne Forellen,
Ein welsches Salatl’ mit frischen Sardellen,
Pasteten und Torten
Von allerlei Sorten,
Das war’ für Euch wohl ein köstlicher Schmaus -
War’ nur von dem allen ein Bissen im Haus!
(habe herausgefunden, daß diese Speisekarte dem Karl Friedrich Hensler (Henseler)1759 – 1825 und seinem Drama “Die Teufelsmühle am Wienerberg”,2.Akt, 5.Auftritt zuzuordnen ist;
Theaterdichter und -direktor. Der in Vaihingen an der Enz geborene Deutsche war ab 1813 Direktor des Theaters an der Wien, ab 1822 Direktor des Theaters in der Josefstadt und Verfasser zahlreicher Bühnenstücke in der Tradition des Alt-Wiener Volkstheaters.)
Mir haben gestern die Linsen mit Speck & Semmelknödel auf einer Schutzhütten auch supergut geschmeckt. Dazu ein Hainfelder-Bier.
Dieses gibt´s übrigens auch schon (laut Flasche in meiner Erinnerung) seit 1787.