In Zeiten wie diesen kehren viele wieder an die Anfänge zurück.
Früher einmal stand meine Omma jede Woche einen Tag lang am Küchentisch und produzierte ihre Köstlichkeiten.
Handgemachte Bandnudeln, Fleckerln und Suppennudeln. Ganz frisch gab es immer Mohn- und Bröselnudeln, Powidltascherln und Knödeln mit Fülle nach Jahreszeit, bevorzugt Marillenknödel. Aber auch Erdbeeren, Heidelbeeren und Zwetschken wurden in den herrlich dünnen Teig verpackt und in knusprig braunen Bröseln gewälzt. Ein kleines Schneegestöber darüber, sprich Staubzucker, und die Köstlichkeiten waren RuckZuck verputzt. Wie immer, speichel ich mich ein, wenn ich über solche Sachen schreibe und die herrlichen Düfte steigen mir die Nasenscheidewände hoch.
Heute werden ja die wenigsten Dinge mehr selbst gemacht und daher erfreuen sich die Nahrungsmittelhersteller seit kurzem über Zuwachsraten so um 20%.
Aber wer die Zeit, das Werkzeug und die Ruhe dazu hat, dem kann ich nur empfehlen, der sollte Nudeln einmal selbst herstellen. Ich hätte es selbst auch nicht geglaubt um wieviel anders, um wieviel besser die schmecken. Am allermeisten überrascht war ich, dass die bereits nach 1-2 Minuten „al dente“ waren, allerdings schmeisse ich sie zum Test nicht an die Kühlschranktür.
Ganz elektrisch werde ich immer, wenn ich die diversen E-Nummern lese und mir fällt als erstes immer und immer wieder nur E-605 ein. Was soll ich machen und das ist bekanntlich ein Gift. Gibt es das heute überhaupt noch? Da wurden ja in den 50er und 60ern einige Menschen dahingerafft.